"Prijut"


Aktuelle Informationen aus Mozyr

 

Kinder-Sozialzuflucht „Prijut“.

 

Die Direktorin Olga Shagiewa schrieb:

Mozyr, Mai 2012

„... Wir bedanken uns recht herzlich für die Hilfe, die Sie den Erziehenden der Abteilung der Kinder-Sozialzuflucht  leisten. Ihre Hilfe erlaubt uns, den Kindern Kleidung und Schuhe zu kaufen, interessante und “schmackhafte“ Feste zu organisieren, Fahrten für Ausflüge und ins Krankenhaus zu verwirklichen und vieles andere. Gebe Gott Ihnen Gesundheit, Glück, viele Lebensjahre, Wohlstand für Sie und Ihre Sponsoren....“

 

Ein Beispiel der Arbeit in der Kinder-Sozialzuflucht „Prijut“:

Das Schicksal der Familie Aliseijko und ihrer Kinder ist stellvertretend für das Leben von Familien und den 24 Kindern, die zur Zeit in „Prijut“ durch kompetente Pädagogen, Soziologen und Mediziner resozialisiert, rehabilitiert und gefördert werden.

„In der Familie Alisejko leben 4 minderjährige Kinder. Das älteste Mädchen, Natalja, ist schon 17 Jahre alt, der jüngste, Wlad, ist 8 Jahre alt. Sie sind sehr lieb zueinander und gehen gut miteinander um und erleben zusammen Misserfolge und freuen sich über die Erfolge. Zur Zeit sind die Kinder in der Abteilung der Kinder-Sozialzuflucht «Sozial-paedagogisches Zentrum der Stadt Mozyr „Prijut“».

Sie sind hier, weil die Eltern ihre elterlichen Pflichten vergaßen, aufhörten an die Kinder zu denken und nicht mehr für ihr Leben und ihre Gesundheit sorgten, sich nicht mehr für ihre Erfolge und Misserfolge interessierten. Im Haus war es total schmutzig, es gab keine nötigen Möbel, kein Geschirr, keine Bettwäsche. 

Und so fing es an: Eine junge Familie erwartete das erste Kind. Es kam ein Mädchen zur Welt, im nächsten Jahr kam Serjosha (R), und nach 2 Jahren wurde Sascha (L) geboren.

 

Die Familie wohnte mit den Grosseltern, die den Eltern halfen, die Kinder zu erziehen. In der Familie herrschte Liebe und Ruhe.

 

Damit die Kinder keine Not leiden sollten, sind die Eltern in eine andere Stadt umgezogen. Zuerst war alles gut, die Eltern arbeiteten, die Kinder gingen in den Kindergarten oder in die Schule. Aber bald kam Zwietracht in die Familie. Im Haus wohnten unbekannte Leute, oft trafen sie sich mit den Nachbarn, man trank Spirituosen, zwischen den Eltern entstand immer öfter Streit und Schlägerei. Die Mutter kehrte mit ihren Kindern in ihre Heimat nach Mozyr zurück, aber der Vater blieb. Durch das schwelgerische Leben konnte der Vater seine Frau und seine Kinder nicht mehr versorgen, eine lange Zeit sah er seine Familie nicht, gab keine materielle Hilfe. Die Mutter begann zu trinken, hatte keine Verbindung zum Vater, pflegte ihre Kinder nicht und führte ein amoralisches Leben.

 

Die Fachleute der Zuflucht begannen eine gezielte Arbeit, um die Familie zu rehabilitieren. Den Eltern wurde angeboten, den Narkologen aufzusuchen, der Vater kehrte in die Familie zurück und bekam eine Arbeitstelle, eine Wohnung wurde von der Arbeit zur Verfügung gestellt und so bringt man langsam Ordnung in die Situation.

 

Da die Familie einen geringen Lohn bekommt, reicht das Geld nicht.

 

Die verlorene Zeit hat ihre Spuren hinterlassen: Die Wohnung ist im vernachlässigten Zustand, es gibt keine nötige Kleidung, keine Schuhe für die Kinder, Möbel fehlen im Haus.

 

Die Kinder sind jedoch immer froh, die Eltern zu sehen, sie wollen in die Familie zurückkehren.

 

Die Familie braucht eine Unterstützung von Fachleuten und auch eine materielle Hilfe. Demnächst plant man nach Kraeften Hilfe an die Familie zu leisten.“

 

Bei meinem nächsten Besuch in Mozyr im Juli 2012 werde ich u.a. mit den Verantwortlichen von „Prijut“ überlegen, wie wir dieser Familie sinnvoll helfen können.

                                                                                                                           khjo

 

Über Ihre Spende für diese Familie und für die vielen Notleidenden in Mozyr, die auf unsere Unterstützung warten, würden wir uns sehr freuen:


LZT St. Cyriakus, Konto 5200 804 702, BLZ  42461435 VB Kirchhellen eG, Bottrop        

 

Wir danken für Ihre Unterstützung, auch im Namen unserer Partner in Weißrussland!

 

Marga & Karl-Heinz Jochheim