"Nadseja"


 

Aktuelle Informationen aus Mozyr:

 

Organisation kinderreicher Familien „Nadseja“.

 

Die Leiterin Luba Jurtschenko schickte uns die

Leidensgeschichte einer Familie:

 

Mozyr, Mai 2012

 

Familie Kolesnik in Mozyr, 5 Kinder, Vater und Mutter sind  Ärzte,

Monatliches Einkommen unter 65 €/Person!

 

„Kolesnik Maksim, 17 Jahre alt, beendete die Schule im Jahr 2011. Er legte die Aufnahme-Prüfungen an der Universität in St. Petersburg erfolgreich ab, und erfüllte seinen Traum und den Sinn seines zukünftigen Lebens.

Als er in St. Petersburg studierte, hatte er am 7. September 2011 eine Operation wegen einer akuten Blinddarmentzündung und während der Operation setzte das Herz aus. Nach der Reanimations-Behandlung entwickelte sich bei Maksim eine schwere Form der Post-Reanimations-Krankheit, mit der Zuziehung aller Organe und Systeme.

Er hat vieles ertragen…. Das Schlimmste: das Gehirn war angeschwollen, eine starke Lungen-Blutung, die zur Atelektase (Aneinanderkleben) von 2 unteren Lungen-Lappen führte, als Ergebnis kam eine schwere zweiseitige Pneumonie.

Auf dem Hintergrund einer Sepsis stoppte das Herz zum zweiten Mal, es war eine Thromboflebitis der rechten Hand und die Thrombose der Hüft-Vene des linken Beins.

2,5 Monate atmete er durch einen Apparat, er hatte Kubitus und lange heilten die Fisteln nicht.

Unser Sohn lebt trotz allem, was auf ihn zukam, aber er ist bewusstlos. Er atmet jetzt ohne Apparat, aber mit der Hilfe von Tracheostoma (eine Röhre im Halsbereich), die Ernaehrung bekommt er durch eine Magensonde. Der ganze Körper ist gelähmt, er ist geradezu an das Bett gefesselt, weil seine Beine sich nicht biegen (ohne professionelle Behandlung haben wir schon die Schwierigkeiten mit der Gelenk-Ausarbeitung).

Unser Sohn hat Lebenswillen und kämpft um sein Leben, er schenkt uns die Hoffnung: Die hohe Temperatur ist nach 6-monatiger Krankheit schon gesunken, er versucht selber zu schlucken, es klappt schon, den Kopf zu einer Stimme zu drehen, oft befeuchten sich die Augen bei der Kommunikation, ab und zu rollt eine Träne herunter.

Wir glauben an unseren Sohn.

Wir können die Hände nicht lassen, wenn wir uns nur auf die gute Pflege begrenzen.

Jede Minute zählt, wenn man rechtzeitig und qualitativ behandelt, dann kann man unserem Sohn helfen.

Wir verstehen, dass das Problem von posthypoxischer Enzephalopathie sehr kompliziert ist, aber in den west-europäischen Kliniken,  insbesondere in Deutschland, gibt es Erfahrungen in der Rehabilitations-Behandlung solcher Patienten.

1 Behandlung kostet pro Tag ca. 550 €.  Es ist eine grosse Summe für unsere Familie, in der ausser Maksim noch 4 minderjährige Kinder sind. Wer hilft uns?“

 

„...Wir hoffen, dass mit Gottes Hilfe, dank der Barmherzigkeit der Leute wir die Geldmittel für die Behandlung sammeln können.

Wir glauben, gute Leute, an Ihre Hilfsbereitschaft und Ihre guten Herzen.

In unserer Familie passierte eine grosse Tragödie, und wir bitten Gott, dass keiner solch ein Unglück bekommt (es ist kein Auto-Unfall, keine angeborene genetische Missbildung oder Krankheit, es passierte während der Operation einer unkomplizierten Blinddarmentzündung). Es ist der Schmerz unserer ganzen Familie, es sind die Tränen und die Verlegenheit unserer Jüngsten: „Was ist mit unserem Bruder?“

Wir warten, dass unser Maksim zurückkehrt…, wieder zu Bewusstsein kommt und die Freude des Lebens mit uns teilt. 

Wir wissen nicht, wann es sein wird, aber bei der rechtzeitigen und richtigen Behandlung ist unsere und seine  Chance höher. Um die unumkehrbaren Prozesse zu vermeiden, darf man keine Zeit verlieren.

Ohne Ihre Hilfsbereitschaft, Barmherzigkeit und Hilfe können wir nicht auskommen!

Bitte helfen Sie uns!

 

Familie Kolesnik“

 

Lebenszeichen Tschernobyl St Cyriakus

bittet im Namen der Familie Kolesnik um Ihre Hilfe!

 

LZT St. Cyriakus, Konto 5200 804 702, BLZ  42461435 VB Kirchhellen eG, Bottrop

Stichwort: Maxim

 

Im Juli 2012 werde ich in Mozyr die Familie Kolesnik besuchen.

 

Karl-Heinz Jochheim